Hanfkalk-Steine selbst herstellen
Wie viel Technik braucht es, um Hanfkalk-Steine in einer kleinen Manufaktur herzustellen? Welche Flächen, Arbeitsabläufe und Investitionen sind erforderlich und unter welchen Bedingungen kann sich die regionale Produktion wirtschaftlich tragen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das neue Klimapraxis-Paper #7 „Kalkulationsgrundlage einer regionalen Hanfkalk-Stein-Manufaktur“.
Ausgangspunkt sind die Erfahrungen der Bio Ranch Zempow. Dort wird Winterhanf angebaut, mit vorhandener Landtechnik geerntet und direkt auf dem Hof in Fasern und Schäben getrennt. Aus den Schäben entstehen anschließend in handwerklicher Fertigung Hanfkalk-Steine. Das Paper zeichnet diese Wertschöpfungskette Schritt für Schritt nach und zeigt, wie Landwirtschaft und Baustoffproduktion miteinander verbunden werden können.
Neben Rezeptur, Ausstattung und Arbeitsabläufen stehen vor allem die wirtschaftlichen Grundlagen im Mittelpunkt. Drei Investitionsszenarien veranschaulichen unterschiedliche Größenordnungen: vom Einstieg im Nebenerwerb bis zur integrierten Produktion mit eigener Aufbereitungstechnik. Hinzu kommen Richtwerte zu Material- und Personalkosten, Produktionsleistung, Trocknung, Lagerung, Preisgestaltung und Vertrieb.
Das Paper richtet sich an alle, die wissen möchten, ob und wie eine eigene Hanfkalk-Stein-Produktion unter ihren jeweiligen Bedingungen umsetzbar wäre. Es ergänzt das Klimapraxis Paper #6 zu den technischen und bauphysikalischen Grundlagen des Bauens mit Hanfkalk um eine konkrete betriebliche Perspektive.
Das Klimapraxis Paper #7 ist im Projekt „Hanfkalk – Aufbau einer klimapositiven Wertschöpfungskette für einen regionalen Baustoff“ entstanden. Gefördert wurde das Projekt durch das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.
Zum Paper geht hier.



