LANGSAMES WASSER, KÜHLENDES GrÜN.

Klimalandschaften mit Agroforst und Keyline Design als Weg aus der Klimakrise
Buch von Philipp Gerhardt und Sassa Franke

Mit mehr Gehölzen und Wasser in der Landschaft können wir unser Klima wirksam wieder abkühlen. Der Schlüssel dazu liegt in der Landwirtschaft. Wie das geht, zeigt dieses Buch.

Um das Klima abzukühlen, steht derzeit die Reduktion von Treibhausgasen im Fokus der Politik. Doch gibt es noch weitere Lösungen? Bislang ist kaum bekannt, dass auch unsere Eingriffe in die Landschaft die globale Erwärmung verstärken. Der »kleine Wasserkreislauf« aus Bodenfeuchte, Verdunstung, Tau- und Wolkenbildung bestimmt wesentlich das Klima. Wo wir riesige Flächen entwässert und entwaldet haben, heizen trockene Böden die Luft auf. Ohne Bäume fehlt die Kühlung und es regnet weniger, Dürren und Hochwasser werden verstärkt.

Aber wie können wir Landschaften so gestalten, dass sie das Klima regional oder als Ganzes wieder abkühlen, ohne Landwirtschaft und Ernährung zu gefährden? Einfache, günstige und großflächig anwendbare Möglichkeiten sind Agroforstwirtschaft und Wässersysteme nach dem Keyline-Ansatz. Es entstehen grüne Klimalandschaften, die Wasser so zirkulieren lassen, dass es seine Kühlwirkung auf das Klima entfaltet. Dürren und Hochwasser werden abgemildert. Gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern haben wir damit einen gewaltigen Hebel, mit dem nationale und europäische Klimaziele doch noch erreicht werden könnten.

Dieses Buch macht Hoffnung: Es ergründet praxisnah und auf Basis neuester Forschungsergebnisse, wie das möglich ist.

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Langsames Wasser Kühlendes Grün Klimapraxis

Wasserrückhalt durch Keyline Design

Keyline Design verteilt Regenwasser intelligent in der Fläche, statt es abfließen zu lassen. Durch diese neuen Wässersysteme wird Wasser versickert und gespeichert, bevor es sich konzentriert und Schaden anrichten kann. So entstehen klimaaktive Strukturen, die die Basis für eine grüne, aktive Vegetation bilden und neue Möglichkeiten für Hochwasserschutz und Trinkwasserversorgung eröffnen.

Langsames Wasser Kühlendes Grün Klimapraxis

Wälder machen Wolken

Wälder können zur Wolkenbildung beitragen. Das zeigen neueste Forschungsergebnisse.

Entscheidend ist ihre Rauigkeit, die Größe der Blattflächen und sogenannte Bioaerosole, die von Pflanzen ausgestoßen werden. Auch Windsysteme werden beeinflusst – mit wesentlichen Folgen weit über die Grenzen der Wälder und die Regionen hinaus.

Langsames Wasser Kühlendes Grün Klimapraxis

Kühlung durch Agroforstsysteme

Agroforstsysteme aus Bäumen, Hecken und tiefwurzelnden Gehölzen speichern Wasser, bieten Schatten und erhöhen die Verdunstung. Dadurch kühlen sie die Umgebung, fördern Regeneration von Boden sowie Biodiversität und steigern Erträge. Die Kombination aus Keyline-Wasserführung und Agroforst schafft resiliente, produktive Flächen und eine Landschaft, die aktiv zur Abkühlung beiträgt.

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STIMMEN ZUM BUCH

Felix Prinz zu Löwenstein

Agrarwissenschaftler, Landwirt und Vordenker der regenerativen Landwirtschaft

"Langsames Wasser, Kühlendes Grün" ist das Buch, auf das ich gewartet habe: um die Zusammenhänge zwischen Vegetation, Wasser und Klimakühlung systematisch zu verstehen. Um die wissenschaftlichen Grundlagen für diese Zusammenhänge zur Hand zu haben. Und um mich von Beispielen begeistern zulassen, wo das bereits funktioniert, was wir auf großer Fläche brauchen, um dem Klimawandel entgegenzutreten.

Ute Scheub

Freie Journalistin und Autorin, Entwicklerin ökosozialer Projekte und Geschichten des Gelingens

Sassa Franke und Philipp Gerhardt ist mit seinem soeben erschienenen Buch „Langsames Wasser, kühlendes Grün“ ein großartiges und mutmachendes Werk gelungen. Wissenschaftlich belegt zeigt es auf, wie wir mit grüner und blauer Infrastruktur das Klima stabilisieren könnten. Allein mittels Agroforstsystemen und wasserleitenden Methoden in der Agrarwirtschaft könnten die Durchschnittstemperaturen um 1,5 bis 2 Grad gesenkt werden! Und zwar auf Mikro-, Meso- und Makroebene, also lokal, regional und global.

Diese Maßnahmen würden die Gesellschaft dabei weit weniger kosten als die zu erwartenden Schäden, wenn Extremwetter, Stürme und Ernteausfälle weiter zunehmen, oder auch die komplizierten unerprobten Technologie wie CO2-Abscheidungen.

Eine der vielen wissenschaftlichen Studien, die das Autorenteam zitiert, ist die einer US-Forschergruppe um William Barnes von 2024. Darin wird aufgezeigt, dass die eher zufällig entstandene Wiederbewaldung in einem östlichen Teil der USA zu einer Abkühlung von ein bis zwei Grad geführt hat, zu einer Art Kälteloch in einer sich erwärmenden Welt. Zwei andere Untersuchungen, durchgeführt von Teams um Christian Hildmann und Lutz Philip Hecker, beziehen sich auf den dürrebetroffenen Elbe-Elster-Kreis in Brandenburg. Sie rechnen durch, dass sich mit land-, forst- und wasserwirtschaftlichen Methoden Abkühlungen in ähnlichem Ausmaß erreichen lassen.

Dr. Philipp Gerhardt und Dr. Sassa Franke lassen es nicht bei wissenschaftlicher Expertise bewenden, sondern sind gleichzeitig selbst erfahrene Praktiker:innen. Der Forstwissenschaftler Gerhardt beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit Agroforstsystemen, Acker-Gehölzstreifen und Wässerlinien (Keyline Design). Die Politikwissenschaftlerin Franke verwirklicht mit ihrem Team kühlende Klimalandschaften in Brandenburg und anderswo. Ihr Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für einen entsprechenden Umbau der Landwirtschaft, der selbstredend zusammen mit den Landwirt:innen und nicht über ihre Köpfe hinweg durchgeführt werden sollte. Unterm Strich böte das allen Seiten nur Vorteile: gesenkte Temperaturen, weniger Wind- und Bodenerosion, weniger Dürren und Fluten, stabilere und teilweise sogar größere Ernten.

Besonders gefreut hat mich, dass das Autorenteam weitergeführt hat, was Stefan Schwarzer und ich in unserem Werk „Aufbäumen gegen die Dürre“ angefangen haben. Auch wir haben aufzuzeigen versucht, dass ein Teil des Klimawandels durch Landzerstörungen entsteht, die lokal große Hitze erzeugen. Deshalb reicht es nicht, „nur“ den CO2-Gehalt in der Atmosphäre zu senken. Um die Erde zu kühlen, muss man auch die gestörten kleinen und großen Wasserkreisläufe wieder regenerieren. Für Laien gut verständlich erklären Franke und Gerhardt die zugrunde liegenden biophysikalischen Gesetze, etwa das „Bowen-Verhältnis“ zwischen latenter und fühlbarer Wärme. Verkürzt dargestellt: Latente Wärme entsteht durch kühlende Vegetation und wird anders als fühlbare Wärme teilweise in den Weltraum zurückgestrahlt.

Das bedeutet eine große Hoffnung im Kampf gegen die Erderwärmung: Durch Begrünung und „Beblauung“ kann der Planet einen Teil der menschengemachten Klimaeffekte wieder loswerden. Möge dieses wunderbare Buch mit seinen vielen Praxisbeispielen die Entscheider in den zuständigen Behörden überzeugen!

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Prof. i. R. Dr. Karl Auerswald

Agrarwissenschaftler TU München

Dieses Buch ist einfach ein Traum! Inhaltlich unheimlich informativ und noch dazu sehr gut geschrieben. Das Buch liegt immer griffbereit auf meinem Schreibtisch.

Dr. Jan-Gisbert Schultze

Gründer und Geschäftsführer Regenerate Forum

Endlich bin ich dazu gekommen, das Buch zu lesen. Und ich bin begeistert. Das Buch ist großartig, es erklärt sehr gut verständlich den Wasserzyklus und die klimatischen Wirkungen, und ich bin sehr froh, dass das Konzept der biotischen Pumpe mit aufgenommen wurde, das die Erläuterungen unterstützt. Die Unterscheidung von Basis- und Verstärkerstruktur und der zeitliche Fokus zunächst auf die Basisstruktur fand ich super hilfreich.

Die wissenschaftliche Untermauerung der Vorschläge ist super und dass Agroforst der größte Hebel ist und gleichzeitig aber die landwirtschaftlichen Erträge nicht oder kaum beeinträchtigt ist intuitiv nachvollziehbar und ebenfalls sehr hilfreich.

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Sepp Braun

Stiftungsrat der Biolandstiftung

In der umfassenden Darstellung gibt es nichts Vergleichbares! Es ist nicht ausreichend, die Moore wiederzuvernässen, sondern wir müssen in die Fläche! Das haben die wenigsten verstanden. Das Buch redet das nicht klein, sondern macht deutlich, dass beides passieren muss!

Thomas Köhler

Deutscher Verband für Landschaftspflege e. V.

Ein sehr gelungenes Buch, von fundierten Hintergrundinformationen bis hin zu praxisnahen Beispielen. Ein wichtiges Buch für alle, die sich im Themenfeld Wasserrückhalt und Landschaftswasserhaushalt bewegen.

Jutta Bandorf

Zukunftsinitiative Land(wirt)schaft

Wir möchten nicht versäumen es gesagt zu haben: Das Buch '"Langsames Wasser, kühlendes Grün" ist der Hammer, herzlichen Dank dafür. Das Warten hat sich gelohnt.

Dr. Andrea Beste

Büro für Bodenschutz & Ökologische Agrarkultur

Ein ganz großes Lob für das Buch zu Wasser- und Klimalandschaften. Unglaublich detailliert und fundiert! Eines der wichtigsten Bücher zu Fragen der nachhaltigen Gestaltung der Land-(wirt-)schaft unserer Zeit!

DIE AUTOR*INNEN

Langsames Wasser Kühlendes Grün Klimapraxis

Dr. Philipp Gerhardt ist Forstwissenschaftler und beschäftigt sich mit Wechselwirkungen zwischen Wald, Wasser und Landschaft. Er gilt international als Experte und Pionier zwischen Forschung und Praxis

Dr. Sassa Franke setzt sich als Politikwissenschaftlerin dafür ein, Klimaschutz in die Praxis zu bringen. Als Gründerin und Geschäftsführerin der gemeinnützigen Klimapraxis in Berlin verfolgt sie mit ihrem Team das Ziel, zukunftsfähige Landwirtschaft und kühlende Klimalandschaften zu verwirklichen

KOMMUNIKATION

Das sollen auch andere erfahren! Diese Erkenntnisse und Ergebnisse wollen in die Welt gebracht werden, sollen informieren und inspirieren! Wir übernehmen die Öffentlichkeitsarbeit von Print bis Social Media, mit Publikationen von populär bis fachwissenschaftlich, in Vorträgen und Fachdiskussionen bis hin zur Organisation von Veranstaltungen.

Kommunikation, Klimapraxis